Aromatherapie

Aromatherapie

Woher kommt sie?

Der Einsatz von pflanzlichen Duftstoffen zu therapeutischen Zwecken geht bis auf die Zeit der alten Hochkulturen in Ägypten und Mesopotamien zurück, und hat daher eine sehr lange Tradition. Damals wurde vor allem mit Räucherwerk gearbeitet. Sie ist ein Teilgebiet der Phytotherapie und wird bis heute erfolgreich eingesetzt.

Wie funktioniert sie?

Mittels verschiedener Düfte werden hier Hirnareale stimuliert, die eine Wirkung auf Körperfunktionen oder die Stimmungslage haben. Aktiviert wird hier vor allem das Limbische System, unter anderem der Sitz für die Steuerung der Funktionen von Antrieb, Lernen, Gedächtnis und Emotionen. Daher können Düfte entspannend und angstlösend wirken, und zusätzlich speichern sich über Düfte auch Erinnerungen besser ab. Jeder Mensch verknüpft mit bestimmten Gerüchen gewisse Erfahrungen, die dann wieder ins Bewusstsein treten sobald man sie wahrnimmt.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können jedoch ebenso eine direkte Wirkung auf die Organe bei bestimmten Erkrankungen haben, beispielsweise bei der Inhalation zur Behandlung einer Erkältung. Hier hat beispielsweise die Kamille eine abschwellende und entzündungshemmende Wirkung. Thymian ist dagegen für seine schleimlösende, desinfizierende und krampflösende Wirkung bekannt.

Auf diese Weise kann die Aromatherapie zur Therapie von physischen und psychischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Gibt es dazu Studien?

Natürlich gibt es für viele ätherische Öle bereits Studien zu ihrer Wirksamkeit. Besonders die beruhigende und entspannende Wirkung der Düfte gilt als hinreichend belegt. Doch auch die Wirkung von Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen des Spannungstyps konnte es in kontrollierten Studien mit der Wirkung von Acetylsalicylsäure (der Wirkstoff von Aspirin) und auch Paracetamol aufnehmen. Daher wurde es offiziell in vielen Leitlinien von Fachgesellschaften als Medikament gegen den Akutkopfschmerz für Personen die über 6 Jahre alt sind aufgenommen. Der Duft von Zitronen kann sowohl beim Lernen helfen, als auch stimmungsaufhellend wirken.

Was ist mit Räucherwerk?

Alles, was beim verkokeln Rauch und Düfte freisetzt, kann als Räucherwerk bezeichnet werden. Am bekanntesten ist hier die Räucherkerze, oder auch der Weihrauch, der in der Kirche benutzt wird. Weniger bekannt ist das räuchern mit natürlichen Materialien wir Kräutern, dabei hat es eine lange Tradition in allen Naturvölkern der Erde. Hierzulande brachten die Kelten ihren Göttern mittels Kräutern Räucheropfer dar. Wie auch in der klassischen Aromatherapie lassen sich mit dem räuchern von heimischen Kräutern positive Stimmungen erzeugen. Es dient der Entspannung und soll den Körper sogar bei verschiedenen Krankheiten unterstützen. Die einfachste Möglichkeit zuhause mit den Kräutern zu arbeiten besteht darin, sie mittels eines Teelichtes in einem Drahtsieb über einem Stövchen zu erhitzen.

Was kann alles als Räucherwerk dienen?

Im Grunde sind hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die „klassischen“ Räucherpflanzen mit ätherischen Ölen die du bei floraHerb finden kannst sind aber vor allem Anis, Beifuß, Rosmarin, Fenchel, Johanniskraut, Melisse, Thymian, Lavendel, Pfefferminze, Zimt und Salbei.

Was mache ich, wenn ich keinen Rauch mag?

Zum einen können die genannten Kräuter allesamt über heißem Wasserdampf inhaliert werden, zum anderen eigenen sie sich wunderbar für die Balneotherapie. In ein kleines wiederverwendbares Baumwollsäckchen gefüllt kannst du sie wie einen Tee aufbrühen, und diesen dann samt Säckchen in in dein Badewasser geben. Du wirst sehen, wie sehr dich ein solches Kräuterbad entspannen kann!Heublumenblüten

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Kräuter floraHerb°

Eure Naturkräuter Experten

Photo: © Jurate Buiviene